Freitag, 16. November 2012

Filme mit dem iPhone 4S drehen

Wer kennt nicht die Situation. Man ist auf einer Veranstaltung und würde gerne einen kleines Video über das aktuelle Geschehen der Onlineredaktion zur Verfügung zu stellen. Doch statt das schwere Kamera-Equipment aus der Redaktion mit sich herum zu schleppen, kann man jetzt auf sein iPhone4 zurückgreifen.

Es gibt mehrere Apps, die sich der User in iTunes herunterladen kann. Doch was ein Journalist braucht, ist ein Video-Tool ohne spielerische Effekte wie Schwarz-weiß Einstellungen oder ein Video im Retro-Stil. Am besten dafür geeignet ist laut dem Internetportal cnet.uk das App FiLMIC Pro. Es ist deshalb für den Reporter geignet, da er ohne langes einstellen, sich auf ein helles und stabiles Bild verlassen kann. Sind die bewegten Szenen erstmal im iPhone gespeichert, kann man seinen Film auch gleich noch auf dem iPhone schneiden. Das beste Tool dafür ist lat cnet.uk das Apple-Programm iMovie. Leicht erklärend kann sich der Nutzer hier durch die verschiedenen Einstellungen manövrieren und je nach Druck sein Video schnell zusammenschustern.

Ist das Video fertig, muss es noch gerendert werden, was einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Danach kann es mit Hilfe des Programms etwa auf Facebook oder youTube veröffentlicht werden. Wer öfters Videos von unterwegs produziert, für den kann das ein oder andere Zubehör von Nutzen sein.

Dazu noch zwei interessante Links:
http://www.planetvideosystems.co.uk/flyers/owle_nov2010/owle.html
http://www.ikmultimedia.com/products/irigmic/

Bike your Iphone

Fahrradfahren und dabei im Internet surfen geht nicht? Geht doch.
Acht cleveren Befestigungstools für Iphone und Co. sei Dank.



Mit den praktischen Halterungen lassen sich die gängigen mobilen Geräte mit wenigen Handgriffen mit einer Muffe am Fahrradlenker anschrauben.
Je nach Anspruch und Geldbeutel sind die Modelle von knapp 20 Dollar bis zu 130 Dollar zu haben. Einige eigenen sich ausschliesslich fürs Iphone, die meisten sind grössenvariabel. 
Ob hoch oder quer – lässt sich bei jeder Halterung einstellen. Fast alle integrieren eine Schutzhülle, die vor Feuchtigkeit und Staub schützt.  Zu haben sind auch Extras wie Akkuerweiterung und Lautsprecherfunktion. Letztere liefert bis zu 10 Dezibel Sound. 
Die Bedienelemente sind im eingespannten Zustand unterwegs weitgehend zugänglich, um beispielsweise während der Fahrt Fotos und Videos zu machen.
Der Clou für Kontrollfreaks: Eine der Halterung lädt via wireless-Sensor Daten wie Geschwindigkeit oder Herzfrequenz aufs Iphone. Dafür muss man halt mit knapp 130 Dollar auch etwas tiefer in die Tasche greifen.

Wie nutzen wir unser Studio in der Hosentasche sinnvoll?

Apples Iphone wiegt mittlerweile nur noch zwölf Gramm mehr als eine Tafel Schokolade und ist gerade noch so dick wie ein Schulheft. Trotzdem verbergen sich in dem Telefone Fernsehstudio, Radiostudio und Newsdesk. Aber warum nutzen wir es kaum?
Höchstens sporadisch zeigen Reporter, was das Hosentaschenstudio kann: Wenn Damon Winter für seine Kriegs-Reportage ausgezeichnet wird oder Al Jazeera eine Dokumentation in Syrien dreht.
Studien, wann der Einsatz des Smartphones sinnvoll ist, existieren nicht. Was es gibt, sind Fieldguides oder Erfahrungssammlungen.
Vielleicht liegt das daran, dass Mobile Journalism kein temporäres Phänomen mehr ist, sondern die Zukunft. Weil wir alle, immer und überall vernetzt sind. Das Phänomen ist keines, sondern Realität.
Technikfeindlichkeit ist fehl am Platz. Journalisten sollten sich darüber klar werden, wie sie ihre Hosentaschenstudios sinnvoll einsetzen können, sagt Marcus Bösch. Zum Beispiel wenn es schnell gehen muss. Bei Schnappschüssen, auf Terminen, bei Pressekonferenzen. Immer dann, wenn „good enough“ reicht und gut genug ist.
Dann aber, wenn der Fotograf dabei ist, die Geschichte nicht Termin- sondern Themengetrieben ist und ein exklusiver Beitrag geplant ist, dann darf der Reporter seine schokoladentafelschweres, schulheftdünnes Hosentaschenstudio stecken lassen und auf die richtigen Kameras und Aufnahmegeräte zurückgreifen. 

Storify - oder der Kampf um die Wahrheit

Israel und Palästinenser-Organisationen bekriegen sich mit seit Tagen mit Raketen und Luftangriffen. Den Kampf um die Deutungshoheit in diesem Konflikt tragen sie unter anderem auf der Website Storify aus.

Storify ist eine Website, auf der jeder Nutzer seine eigene Story erstellen kann. Bilder, Videos, Texte sowie Twitter- und Facebook-Beiträge lassen sich zu einer Geschichte zusammenfassen. Meistens verwenden Nutzer dazu Beiträge anderer Leute. Sie recherchieren online und kreieren mit den Gefundenen Bildern, Audios oder Texten ihre Geschichte. Dann klicken sie auf den “Publish”-Button und der Inhalt ist online.Der oder die Webmaster von storify.com nehmen keinen Einfluss auf die Inhalte an sich, platzieren sie aber je nach dem mehr oder weniger prominent.


Wer hat "Recht"?

“Aufmacher” ist zurzeit der eskalierende Konflikt im Gazastreifen mit dem Titel "Battleground Twitter." Gemeint ist zum Beispiel ein Eintrag der Israelischen Armee in Twitter. Sie hat eine Vielzahl von Inhalten erstellt, die sie als “pädagogischen content” deklariert. Sie stellt dar, warum “Israel das Recht hat, sich gegen die Palästinenser zu wehren.” Die Palästinenserorganisation Hamas ihrerseits hält dagegen. Israel habe das “Tor zur Hölle aufgestoßen”, heisst es etwa.

Mithilfe der Kommentar-Funktion steht es jedem weiteren Nutzer offen, diese Inhalte zu kommentieren. “Mehr als zehn Angriffe in fünf Minuten, was ist nur los”, schreibt jemand aus Gaza Stadt. “Die Schulen sind geschlossen, die Kinder haben Todesangst”, lautet ein Kommentar aus Israel. Ein Problem von Storify wird dabei offensichtlich: Beiträge und Kommentare entziehen sich genau wie bei Twitter oder Facebook der journalistischen Sorgfaltspflicht. Eine Verifizierung gibt es  nicht. Niemand weiss mit Sicherheit, wer wirklich hinter den Meldungen steckt.

Propaganda auf beiden Seiten

Das Niveau der "Kriegsberichterstattung" variiert zwischen Mitgefühl und Geschmacklosigkeit. Beispiel für letzteres ist der Eintrag der israelischen Armee, mit dem sie die Tötung eines mutmasslichen Hamas-Führungsmitglieds verkündet. In grossen Buchstaben zieht sich der stempelartige Schriftzug “ELIMINERT” über das Foto von Ahmed Jabari. Er habe mehrere Anschläge geplant, die israelische Zivilisten das Lebe gekostet hätten, schreibt die Israelische Armee. Ausserdem habe er die Entrührung des israelischen Soldaten Gilad Shalit kommandiert. “Wir raten jedem Hamas-Mitglied, egal ob Führungskraft oder nicht, sich auf der Oberfläche zu zeigen”, schreibt die Armee.

Die Hamas auf der anderen Seite stellt schockierende Bilder von Opfern israelischer Luftangriffe online. Die Al Qassam Brigaden brüsten sich mit Mörserangriffen gegen zivile Ziele. Die Frage eines Nutzers, ob man damit nicht unter anderem gegen die Regel von Twitter verstosse, gewalttätige Inhalte zu blockieren, bleibt unkommentiert.

Ich streame also bin ich

Mit Ustream.tv können Videostreams sowohl vom Desktop-PC wie auch vom Smartphone ins Netz gestellt gestreamt werden. Lanciert wurde der Dienst im März 2007. Die Gründer wollten es Soldaten, die im Irak im Krieg waren, ermöglichen, ihren Angehörigen mitzuteilen, wie es ihnen geht. Die Zeit für einzelne Gespräche war kurz bemessen, deshalb mussten sie zu möglichst vielen auf einmal sprechen können.

Unterdessen finden auf der Plattform Ansprachen von Politikern statt. Keynotes von Produktepräsentationen zum Beispiel von iPhones werden ebenso gestreamt. Es werden irgendwelche Ereignisse übertragen. Zur Nutzung des Diensts muss man entweder ein neues Konto aufmachen oder sich zum Beispiel mit Facebook-Connect einloggen. Kaum eingeloggt, kann man den Knopf „Live schalten“ drücken. 

Aber Achtung! So schnell gehts dann doch nicht. Man muss nämlich aus Kategorien auswählen, was man „Live schalten“ will, also etwa Sport, Kultur oder Reisen. Dann empfiehlt es sich auch, Einstellungen zu Bild- und Tonqualität vorzunehmen. Die App funktioniert dann ähnlich auch auf dem Smartphone.

Dring Dring - Achtung Aufnahme!



Record my call nimmt ein geführtes Telefongespräch auf, so dass wir es immer wieder anhören können. Bevor man das App installiert, ist es empfehlenswert, nachzusehen, ob das eigene Handy-Modell kompatibel ist. (Wenn nicht, ist nichts passiert, dann löscht man das App einfach wieder). Ein Filmchen auf Youtube hilft bei der Installation und erklärt, wie die Anwendung genutzt wird. Im Menu der Anwendung können die Anrufe verwaltet werden: speichern, löschen oder den Anruf teilen. (Ich will zu letzterem nicht wissen, was meine Gesprächspartner davon halten, bzw. was ich zu hören bekomme, wenn ich einen Anruf auf Facebook teilen würde.) 

Die meisten User zeigen sich aber auf der Bewertungsseite begeistert. (Vor allem ein Benutzer findet es toll, dass er nun wie der Staat Gespräche abhören darf. Dabei vergisst er, dass er selber auch aufgenommen wird.)
Es gibt auch noch einen Auto callrecorder auf Google play als Alternative. Allerdings nimmt er automatisch alle Anrufe auf.

9 Tipps für bessere Fotos mit dem Smartphone



Die Autorin Nicole Cozma ist keine professionelle Fotografin, hat aber dennoch neun Tipps für das perfekte Foto zusammengestellt. Für sie ist klar – weshalb eine Kamera und ein Handy mit sich herumtragen, wenn das Letztere reicht?!

1.    Vor jedem Foto die Linse putzen.
2.    Damit das Foto nicht unscharf wird sollte man sich gegen einen fixen Gegenstand lehnen.
3.    Wenn das Tageslicht einen unerwünschten Schatten wirft, kann man diesen mit dem integrierten Handy-Blitz wegretuschieren.
4.    Sollte das Licht immer noch ungünstig sein, sollte man das Foto aus einem anderen Winkel machen. Allgemein sollte man mehrere Fotos aus verschiedenen Positionen machen.
5.    Wenn möglich eine hohe Auflösung wählen – damit kann man auch Details aufnehmen.
6.    Nicht digital zoomen, - lieber ein Stück näher auf das gewünschte Objekt zugehen.
7.    Sollte man doch einmal einen ganz kleinen Gegenstand fotografieren müssen, sollte man den Macro-Modus verwenden. Dieser sollte in den Optionen vorhanden sein. Handy-Kameras haben generell bereits gewisse Voreinstellungen zur Auswahl, um bestimmte Gegebenheiten zu fotografieren.
8.    Meistens vergeht eine gewisse Zeit, wenn man den Knopf drückt, bis das Foto dann geschossen wird. Deshalb ist es wichtig solange ruhig zu stehen, bis das Foto wirklich gemacht ist.
9.    Man soll auf Apps zurückgreifen – Unter anderem können diese die Farben des Fotos verbessern. 

App-Empfehlungen für iPhones:
-       Lens+: günstig und die Bilder lassen sich einfach auf Social Media-Plattformen laden
-       Top Camera: HDR-Technik, Foto-Filter und Langzeitbelichtung
-       Magic Hour: Filter wie Instagram, man kann aber auch eigene Filter kreieren

App-Empfehlungen für Android:
-       Vignette: Fotoeffekte und Bilderrahmen.
-       FxCamera: Fotoeffekte (unter anderem Polaroid-Effekt)


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