Freitag, 16. November 2012

Beste Aussichten für Kuratoren


Warum das Internet den Journalisten ein immenses Wirkungsfeld eröffnet, wenn er sich seiner neuen Rolle als Kurator bewusst wird, führt Onlinestratege und Redaktor der TagesWoche David Bauer in seinem Blogbeitrag aus.
Je grösser die Informationsflut, umso wichtiger werden Menschen, die sie professionell verarbeiten. Gefragt sind diejenigen, die sich Zeit nehmen Informationen zu suchen, das Wissen haben, sie zu prüfen und einzuordnen und schliesslich die Fertigkeiten, sie aufzubereiten. Das alles mit der Intention dies nach besten Wissen und Gewissen im Dienste der Öffentlichkeit zu tun. Gefragt sind Journalisten.

«Journalist ist, wer journalistisch arbeitet. Nicht, wer mit Journalismus sein Geld verdient.» so definiert es Wolfgang Blau, Chefredaktor von «ZEIT-Online».

Für alle jene die ihr Geld mit Journalismus verdienen steckt darin die neue Herausforderung. Es gilt dabei neue Arbeitsmittel und journalistischen Formen auszuloten. Das Kuratieren von Inhalten ist eine Form davon. Wo hört Journalismus auf und wo fängt Kuration an? Kuration ist Journalismus und nimmt in zugänglich gemachter Recherchearbeit Form an. Der Journalist sucht Quellen, die geeignet sind Themen verständlich zu machen. Statt das so gesammelte Wissen verdichtet in eigenen Beiträgen zu publizieren lässt er sein Publikum teilhaben und integriert es. Je nach Situation, indem er beispielsweise Originalquellen kommentiert und direkt zugänglich macht. Wird so die Arbeit als Journalist nicht vielseitiger und spannender als es je zuvor möglich war?

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