Freitag, 16. November 2012

Daten sammeln im Internet: Was ist mit den Rechten der Nutzer?



Wenn Medien über Internet Daten ihrer Nutzer – also „BigData“ -  sammeln und an die Werbebranche verkaufen, lohnt sich das für beide. Ob es rechtlich einwandfrei ist, bleibt ungeklärt. 

Die Diskussion am Onlinegipfel in München lieferte keine Antwort, ob Datentransfer im Internet nicht gegen die Rechte der Nutzer verstösst. Der Moderator bezeichnete ihn als „Öl des 21. Jahrhunderts.“ Ein Autor hielt fest, dass der Einzelne sich nicht bewusst sei, was mit seinen Daten geschehe. Eine bayrische Ministerin fordert mehr Transparenz und begrüsst die Datenschutznovelle der EU. Die Piratenpartei ist der Ansicht, der Bürger müsse seine Daten kontrollieren können. Bündnis 90/Die Grünen findet: Das Telemediengesetz gestehe den Benutzern zu, sich anonym im Social Web zu bewegen. Es gelte das Primat der Politik. 

Der Vertreter von Google Deutschland hält die Datenschutz-Debatte für übertrieben. Der Benutzer müsse selbst herausfinden, was mit den Daten geschehe. Das geplante Leistungsschutzrecht sei eine Google-Steuer, mit der sich Verlage bereichern. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger warnt vor  Überregulierung.  

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