Freitag, 16. November 2012

Ist die Krise der Verlage die Krise des Journalismus?

Die Insolvenz der Frankfurter Rundschau wirft die Fragen wieder auf: „Verliert Qualitätsjournalismus an Bedeutung?“ und: „Ist die Stütze der Demokratie in Gefahr?“
Nein, heißt es bei den Münchner Medientagen. Nein, weil neue Verbreitungswege neue Chancen bedeuten. Die Frage müsste anders lauten: „Ist Journalismus ohne die Institutionen der Massenmedien möglich?“ Ist er, sagt Leif Kramp. Wenn Journalisten ihre Tätigkeitsfelder erweitern und Verlage nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten suchen. Miteinander, nicht gegeneinander, sagt Richard Gutjahr. Das Gebot der Stunde laute: Komplexität und Diversifizierung.
Abhängigkeiten wird es dabei immer geben: Von Anzeigen. Von Mäzenen. Deshalb braucht es funktionierende Strukturen des journalistischen Handelns. Bei der Finanzierung diese Handelns könnten crowdfinanzierte Angebote, Micro-Payment oder Stiftungen helfen. Zukunft hat der Qualitätsjournalismus aber nur, wenn er funktioniert. Nur so lässt er sich auch verkaufen.

Mehr dazu: www.medientage.de

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